Samstag, 21. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 21. Oktober

Es ist wieder Wochenende und somit weitere Tage mit Winterkatzes Herbstlesen. Ich ärgere mich, dass ich die ganze letzte Woche keinen Beitrag veröffentlicht habe, obwohl ich einige Rezensionen schreiben wollte. Es lag zum Teil wohl an der Arbeit - nicht unbedingt von der Zeit her (ich habe kaum Überstunden gemacht), sondern eher inhaltlich und so hatte ich einfach an den Abenden keine Lust, mich nochmal an den Computer zu setzen.
Dafür habe ich nicht nur The Owl Service ausgelesen, sondern auch Herz auf Eis von Isabelle Autissier innerhalb von nicht mal drei Tagen gelesen. Ein großartiges Buch, das ich auch möglichst bald rezensieren möchte.

Ich habe mich außerdem gestern Abend nicht besonders gesund gefühlt und bin nun auch erkältet - da kommt mir ein Wochenende mit Herbstlesen gerade recht. Heute muss ich noch einkaufen gehen und für morgen steht ein Spielenachmittag auf dem Programm, aber abgesehen davon habe ich auf meiner Liste viele Dinge stehen, bei denen man sich auch gut auf dem Sofa unter der Decke verkriechen kann: häkeln, mein Kostüm für die traditionelle Halloween-Feier mit Freundinnen basteln, endlich einige eurer Blogbeiträge nachlesen und darüber hinaus natürlich lesen.
Ich habe als Hörbuch noch The Perilous Gard und auf meinem Nachttisch liegt gerade Seltsame Karten, das aber eher geeignet ist, um am Abend noch eins der kurzen Kapitel zu lesen. Daher werde ich wohl darüber hinaus noch zu einem weiteren Buch greifen, bin aber noch unschlüssig, zu welchem.
Jetzt gibts erst mal Kaffee (gefrühstückt habe ich schon, aber mit Tee) und dabei werde ich auch mal eine kleine Blogrunde drehen.


Update um 14:00

Ich bin bislang noch nicht großartig zum Lesen gekommen. Am Vormittag habe ich mich zum Einkaufen aufgerafft, was mich echt Überwindung gekostet hat. Es ist heute dermaßen diesig, grau und nass, dass es einen nicht grad nach draußen zieht.

Auf dem Foto sieht das Wetter irgendwie freundlicher aus als in Echt
Aber immerhin habe ich dann den Einkauf hinter mich gebracht und konnte mich dabei über Süßkartoffeln aus dem Burgenland freuen. Ich liebe ja Süßkartoffeln, aber da es fast immer nur welche aus den USA gibt, schreit da mein ökologisches Gewissen auf. Umso überraschter und erfreuter war ich, endlich mal welche aus der Region zu finden.
Ansonsten war ich ein bisschen auf euren Blogs unterwegs, habe einige E-Mails beantwortet und außerdem einen Beitrag vorbereitet, der eigentlich erst für Ende des Jahres geplant ist.
Nun geht's aber endlich ab aufs Sofa zu meiner Häkelarbeit und zu The Perilous Gard.


Update um 20:00

Ich bin heute Nachmittag mit der einen Häkelarbeit (und dementsprechend auch dem Hörbuch) schon recht weit gekommen. Einen Teil davon seht ihr auf dem Foto, wobei ich vorerst nicht schreiben möchte, was das wird, weil ich mir nicht sicher bin, ob die zu beschenkende Person nicht zumindest ab und zu hier reinschaut.


Falls das heute noch fertig wird (wovon ich fest ausgehe), werde ich auch endlich mit der Ente für meinen Neffen anfangen. Ich habe endlich eine passende Anleitung gefunden und mir auch schon die Wolle zurechtgelegt - nun gibt es keine Ausrede mehr.

Mein Abendessen war farblich quasi passend zur Häkelei - es gab gedünstete Rote Bete und
Kartoffeln, also ein richtiges Herbstessen. Ich liebe ja Rote Bete oder Rauna, wie wir sie in Österreich nennen; wenn nur nicht danach die Küche immer aussehen würde, als hätte man eben ein Schwein geschlachtet ...

Als ich vorhin mal meine Finger etwas vom Häkeln entspannend musste, habe ich mich auch endlich für ein Buch entschieden: Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius, das ziemlich genau vor einem Jahr bei mir eingezogen ist. Ich bin noch nicht weit genug gekommen, um dazu schon viel sagen zu können, aber die grafische Gestaltung ist einfach eine Wucht.
Nun werde ich aber lieber noch einmal zu den Häkeleien und meinem Hörbuch greifen - ich würde heute nicht nur die eine Häkelarbeit, sondern auch mein aktuelles Hörbuch gerne noch beenden.


Update um 23:00

Ich habe wie geplant die Häkelei und mein Hörbuch beendet (und auch noch mit der Häkelente begonnen). The Perilous Gard war ein sehr schöner Roman, mit einer sympathischen Heldin und einer gelungenen Mischung aus historischem Setting und wahrgewordenen Balladen/Sagen. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit dieser Geschichte verbracht und finde es schade, dass Elizabeth Marie Pope sonst nicht viel veröffentlicht hat.
Nun werde ich mal ins Bett verschwinden und morgen vielleicht etwas mehr Zeit mit Sally Jones verbringen.
Gute Nacht! 

Sonntag, 15. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 15. Oktober

Guten Morgen! Auf zu einem neuen Sonntag mit Winterkatzes Herbstlesen.
Ich war heute schon wählen und habe mir dann auf dem Heimweg Frühstück gekauft. Jetzt versuche ich, möglichst wenig an heute Abend zu denken. Meinen Teil habe ich getan, ich kann nichts mehr ändern und allzu viel Hoffnung, dass wir aus dieser Wahl nicht mit einer sehr rechten Koalition herausgehen, gibt es schlichtweg nicht mehr. 
Bis dahin freue ich mich über das wunderschöne Herbstwetter und den gänzlich verpflichtungsfreien Tag, der vor mir liegt. Ich habe gestern noch ein bisschen Der Engel mit dem Schwert weitergelesen und beschlossen, dass ich den Roman abbreche. Ich finde einfach nicht wirklich hinein - ich mag den Schreibstil nicht besonders, fühle mich völlig erschlagen von den minutiösen Beschreibungen, die bei mir noch nicht einmal Bilder im Kopf erzeugen, und finde auch die Figuren eher anstrengend. Ich muss das wohl einfach abhaken unter "nicht mein Geschmack".
Jetzt wird erst einmal gefrühstückt und dann schaue ich, welchem Buch ich mich zuwende.


Update um 13:30

Ich habe heute den Vormittag mit Hörbuch und Buntstiften verbracht. The Perilous Gard gefällt mir bis jetzt sehr gut und mir macht auch das Kolorieren gerade sehr viel Spaß - auch wenn mir dabei wieder der Nachteil von Buntstiften bewusst wird: Sie sind leider ein sehr langsames Medium. Wenn man mit vielen leicht aufgetragenen Schichten, Farbüberlagerungen und Schattierungen arbeitet, braucht man schier ewig (insofern seht ihr auch im Vergleich zur letzten Woche nur minimale Fortschritte).

So herbstlich das Bild auch ist, so wenig herbstlich kommt mir heute das Wetter vor. Ich habe mich vorhin mit The Owl Service auf dem Balkon in der Sonne grillen lassen und habe dann tatsächlich eine kurze Hose und ein ärmelloses Shirt angezogen. Das sind heute wirklich nochmal sommerliche Temperaturen.
Jetzt bin ich ein wenig unschlüssig, ob ich das schöne Wetter nutze, um spazierenzugehen oder doch lieber, um noch weiter am Balkon zu lesen. So oft werde ich das dieses Jahr nicht mehr machen können, zumal es zu dieser Jahreszeit nur noch etwa ein Zeitfenster von zwei Stunden am frühen Nachmittag gibt, in denen die Sonne mein kleines Sofa draußen erreicht.
Wie nutzt ihr heute das schöne Herbstwetter?


Update um 17:00

Nach einer weiteren kleinen Lesezeit am Balkon habe ich mich schließlich am Nachmittag zu einem Spaziergang aufgemacht und war auf der Donauinsel unterwegs.




Es ist wirklich ein herrliches Wetter heute und sogar im Schatten sehr mild. Bevor ich aber überlege, ob ich mich nochmal auf den Balkon raussetze oder lieber wieder zu Stiften und Hörbuch greife, muss ich mal schauen, ob es schon die ersten Hochrechnungen gibt. Und dann ist erst mal fraglich, worauf ich heute überhaupt noch Lust habe ...


Update um 22:00

Tja, die Wahl ... kein schönes Ergebnis, aber auch kein überraschendes. Ich hab mir gerade bei einem Telefonat mit meiner Mutter Frust und Ärger über das Ergebnis im Allgemeinen und über Kurz im Speziellen von der Seele geredet und dadurch bleibt euch nun meine Tirade erspart.
Jetzt muss man eh erst mal sehen, was daraus für eine Koalition gebastelt wird.

Den Abend habe ich nun einerseits mit dem Wahlergebnis (aktualieren von Hochrechnungen, etc.) und andererseits mit technischen Dingen verbracht. Ich überlege nämlich schon länger, eine Kombination aus Galerie und Blog für meine kreativen Tätigkeiten (malen, zeichnen, häkeln, knüpfen, ...) anzulegen.
Nachdem ich verschiedene Möglichkeiten durchüberlegt und auch angetestet habe, bin ich nun letztendlich bei wordpress.org (nebst einem Plugin) gelandet. Das erforderte allerdings auch einen Tarifwechsel bei meinem Webhost all-inkl.com, bei dem ich seit 2004 einen uralten, günstigen Tarif für die Website meiner Fantasywelt (die aktuell offline ist) habe. Dieser war leider auch technisch schon etwas veraltet und stark eingeschränkt, daher der Wechsel. Jetzt ist der Tarif nicht mehr so unsagbar günstig wie vorher, aber dafür kann ich nun auch mehr Domains registrieren - vielleicht werde ich also früher oder später auch meinen Blog umsiedeln.
Aber eins nach dem anderen. Vorerst muss ich noch auf den notwendigen Serverwechsel bei all-inkl.com warten und dann kann ich mal mit der Wordpress-Galerie loslegen.

Den restlichen Abend werde ich nun noch gemütlich mit meinen Buntstiften und The Perilous Gard ausklingen lassen.

Samstag, 14. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 14. Oktober

Es ist Samstag und somit wieder Winterkatzes Herbstlesen angesagt. Die vergangenen Tage waren in der Arbeit sehr stressig, weil wir eine sehr intensive Sitzung mit einer Arbeitsgruppe hatten und zudem gestern Abend die Eröffnungsgala von Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek stattgefunden hat. Dementsprechend würde ich gern ein gänzlich faules Wochenende verbringen, aber es ist auch dringend aufräumen und putzen angesagt. Mal sehen, ob ich mich heute noch dazu aufraffen kann (soweit der Plan) oder es doch auf morgen vertage.

Ich lese, wie schon an den letzten Wochenenden The Owl Service von Alan Garner. Da das Taschenbuch nicht sehr stabil ist, wollte ich es nicht unterwegs in der Tasche mitnehmen. Zuhause bin ich aber kaum zum Lesen gekommen, daher bin ich auch noch nicht viel weiter gekommen seit letzter Woche. Ich habe außerdem Der Engel mit dem Schwert von C.J. Cherryh begonnen - ein Roman, der genremäßig zwischen Science-Fiction und Fantasy zu liegen scheint und in einer von Venedig inspirierten Stadt angesiedelt ist. Leider kann ich bislang mit dem Schreibstil und den Figuren nicht so viel anfangen und bin mir daher nicht sicher, ob ich den Roman weiterlesen werde.
Als Hörbuch kommt noch The Perilous Gard von Elizabeth Marie Pope dazu, in dem die Sage um Tam Lin in ein historisches Setting zur Zeit von Queen Mary I transportiert wird. 

Jetzt werde ich mal schauen, wer von euch heute mit dabei ist und dann versuche ich, mich für den "Pflichtteil" dieses Wochenendes aufzuraffen.


Update um 13:00

So, meine Wohnung ist wieder in einem präsentablen Zustand und ich habe jetzt das Putzen für den Rest des Wochenendes aus dem Kopf. :-) Nebenbei habe ich auch ein wenig meinem Hörbuch gelauscht, das bereits einige Geheimnisse und offene Fragen zu bieten hat.
Praktischerweise musste ich heute nicht kochen, da ich noch Reste vom Catering gestern mit nach Hause nehmen konnte. Ich habe daher gerade auch schon Mittag gegessen und werde nun hinaus in den schönen Sonnenschein gehen, weil ich mich mit einem Freund zum Kaffee treffe. Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag und werde mich dann später wieder hier melden.


Update um 21:15

Ich hatte heute einen sehr netten Nachmittag, war aber auch etwas länger weg als gedacht. Inzwischen habe ich wieder für ein Weilchen zum Hörbuch gegriffen und mich erneut meinen Ausmalbüchern gewidmet. Derzeit macht mir das richtig Spaß, allerdings müsste ich eigentlich auch mal wieder zu meiner Häkelnadel greifen. Mein Neffe durfte sich als Firmgeschenk von mir eine Häkelei wünschen und hat sich nach längerer Bedenkzeit für eine Ente entschieden. Das hätte auch viel schlimmer kommen können (Enten sind jetzt nicht das komplizierteste), aber ich hab derzeit so gar keine Lust aufs Häkeln. Da ich zu Allerheiligen wieder zu meiner Familie fahre, würde ich die Ente aber bis dahin gern hinbekommen - und dazu sollte ich auch tunlichst mal anfangen ...
Ich glaube aber, dass ich mich nun erst einmal mit einem Buch in die Badewanne verziehen werde. Es war heute in der Sonne sehr angenehm, aber als diese schon am frühen Nachmittag wieder hinter den Häusern verschwunden ist, ist es ziemlich kühl geworden und seither bin ich irgendwie ganz ausgefroren.
Ich werde hier später noch einmal ein Update schreiben, ehe ich ins Bett gehe und schau jetzt mal, welches Buch mich in die Badewanne begleiten darf.


Update um 23:30

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich Cherryhs Der Engel mit dem Schwert weiterlesen möchte. Inzwischen habe ich die "magischen" 100 Seiten überschritten - das ist für mich normalerweise die Zahl an Seiten, die ich auf jeden Fall lese, ehe ich mich entscheide, ob ich ein Buch abbreche oder nicht (außer, ich finde es von Anfang an ganz furchtbar). Ich bin mit Stil und Figuren immer noch nicht warm geworden, finde das Buch andererseits aber auch nicht so schlecht, dass ich auf keinen Fall weiterlesen will.
Da ich nun ins Bett gehen werde, werde ich dort vielleicht noch ein paar weitere Seiten lesen. Vielleicht bin ich dann bis morgen schlauer, was die Frage Abbruch oder nicht betrifft.
Gute Nacht und bis morgen!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Joan G. Robinson - When Marnie Was There


erschienen bei HarperCollins


Anna hat keine Freundinnen und zu ihrer Adoptivmutter ein eher kühles Verhältnis. Als sie wegen ihrer Asthmaanfälle den Sommer über an die Küste geschickt wird, stellt sie sich darauf ein, wieder alleine zu sein. Aber dann lernt sie Marnie kennen, die in einem Landhaus wohnt, das Anna seltsam bekannt vorkommt. Die beiden schließen Freundschaft, aber manches an Marnie ist seltsam. Als eine neue Familie in das Landhaus einzieht, beginnt Anna sich zu fragen, was es tatsächlich mit Marnie auf sich hat.

"When Marnie Was There" ist ein Kinderbuch von 1967, das in England nahezu ein Klassiker, hierzulande aber weitgehend unbekannt ist. Ich selbst bin erst durch den gleichnamigen Anime von Studio Ghibli aus dem Jahr 2014 darauf aufmerksam geworden. Mir hat schon der Film sehr gut gefallen, aber das Buch fand ich doch noch um einiges besser.

Es erzählt von Anna, einer Waise, die sich in der Schule und in ihrer Adoptivfamilie immer wie eine Außenseiterin fühlt. Als ihre Probleme sich schließlich sogar auf ihre Gesundheit auswirken, wird sie an die Küste von Norfolk zu Bekannten ihrer Adoptivmutter geschickt. 
Anna wird hier weitgehend sich selbst überlassen, was ihr nur recht ist, da sie sich in Gegenwart anderer stets unwohl fühlt. Aber dann sieht sie in einem alten Landhaus, in das anscheinend erst kürzlich wieder jemand eingezogen ist, Lichter und ein Mädchen in einem der Fenster. Anna kommt das Haus seltsam bekannt vor und sie fühlt sich sofort zu dem Mädchen hingezogen.
Als sie Marnie schließlich kennenlernt, ist mit ihr alles anders als mit anderen Kindern zuvor. Von ihr fühlt Anna sich sofort akzeptiert und es kommt ihr so vor als hätte sie Marnie schon immer gekannt. Die beiden verbringen ihre Tage miteinander, aber Annas neue Freundin scheint von Rätseln und Geheimnissen umgeben zu sein.

Robinsons Roman ist in erster Linie die Geschichte eines Mädchens, das zu sich selbst findet. Die Autorin beschreibt aus Annas Sicht sehr einfühlsam und realistisch, wie es ist, wenn man nie irgendwo dazu gehört. Zwar wird Anna nie bewusst von anderen ausgeschlossen, aber früher oder später landet sie doch immer im Abseits, bis sie schließlich nur noch alleine gelassen werden will. Im Laufe des Romans lernt sie durch Marnie und mehr noch durch die Familie der Lindsays, sich zu öffnen und sich auf andere einzulassen.

Neben dieser Handlungsebene gibt es aber auch noch das Mysterium um Marnie, das sich im Laufe des Romans allmählich auflöst. Das sorgt für Spannung und teilweise auch für eine leicht unheimliche Stimmung.
Anders als bei der Verfilmung, die diese Rätsel und Geheimnisse in den Mittelpunkt stellt, geht es im Roman aber mehr um Freundschaft und um die innere Entwicklung von Anna. Besonders gut haben mir daher auch all die kleinen Szenen gefallen, die Annas Alltag in Norfolk und ihre Interaktion mit anderen Menschen beschreiben. 
Auch die Landschaft und das Dorf werden von der Autorin sehr anschaulich zum Leben erweckt, bis man das Gefühl hat, zusammen mit Anna durch die Dünen zu wandern und über die Marschen zum Landhaus zu blicken.

"When Marnie Was There" ist eine wunderschöne, leise Coming-of-Age-Geschichte mit einer sehr glaubwürdigen Protagonistin und einer Vielzahl von weiteren, interessanten Figuren. Ein Kinderbuch, das auch Erwachsenen sehr zu empfehlen ist und für mich zu den Lesehöhepunkten dieses Jahres gehört.

Sonntag, 8. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 8. Oktober

Ich bin heute wieder mit dabei bei Winterkatzes Herbstlesen. Gestern habe ich mich gar nicht erst dazu gemeldet, da ich ohnehin keine Zeit zum Lesen gehabt hätte. Abends habe ich mich nämlich mit meiner Schreibgruppe getroffen und über die Mittagszeit habe ich am Krebsforschungslauf teilgenommen - das ist ein Lauf in Runden, wobei eine Runde eine Meile, also 1,6 km lang ist. Man kann so viele Runden laufen, wie man möchte und für jede Runde werden von den diversen Sponsoren dann 10 Euro an die Krebsforschung gespendet. Ich bin sieben Runden gelaufen und hätte möglicherweise noch zehn Runden vollgemacht, wenn ich gestern nicht solche Kopfschmerzen gehabt hätte. 

Heute sind die Kopfschmerzen zum Glück (fast) wieder weg und ich habe außerdem viel Zeit zum Lesen. Ich nehme von letzter Woche noch Katzentisch von Michael Ondaatje und Das Licht der letzten Tage von Emily St. John Mandel mit. Neu dazugekommen ist außerdem noch The Owl Service von Alan Garner. Das ist eins der Bücher, das meine Nichte in Hay-on-Wye gekauft hat und sie wartet schon ungeduldig darauf, dass ich es auch lese, weil ihr am Ende einiges unklar war. In diesem Jugendbuch wird der walisische Mythos von Blodeuwedd mit dem Leben von drei Jugendlichen verschränkt. Ich finde das Buch nicht ganz einfach zu lesen und bin also gespannt, ob ich am Ende die Unklarheiten für meine Nichte aufklären kann - oder vor denselben Fragen stehen werde.



Update um 14:00

Nachdem ich heute dann doch noch ein paar Dinge zu erledigen hatte und außerdem noch schnell bei der Tankstelle war, um Milch für meinen Kaffee zu holen, habe ich schließlich eine ganze Weile mit meinem Hörbuch verbracht. Ich habe ein wenig aufgeräumt und außerdem meinen Bastelschrank aufgeräumt sowie ein wenig ausgemistet (ich glaube, ich müsste da noch deutlich beherzter aussortieren). 
Jetzt gibt es erst einmal Mittagessen (Nudeln mit Kürbis), aber danach werde ich mich wohl weiterhin dem Hörbuch widmen. Das Licht der letzten Tage ist ein sehr interessantes Buch, in dem eine fatale Krankheit der Welt, so wie wir sie kennen, ein Ende bereitet. Es springt zwischen mehreren Perspektiven und Zeitebenen und ich brauche deshalb immer ein Weilchen, um mich wieder einzuhören. Schon deshalb möchte ich die restlichen etwa zwei Stunden nun gern in einem Rutsch durchhören, ehe ich dann in den nächsten Tagen wieder nicht dazu komme.


Update um 21:00 

Ich habe am Nachmittag Das Licht der letzten Tage zu Ende gehört und fand das Ende einerseits passend, andererseits aber doch auch ein wenig unbefriedigend. Beim Horchen habe ich ein wenig in zwei verschiedenen Ausmalbüchern (Escape to Wonderland von Good Wives and Warriors und Seasons von Hanna Karlzon) herumgemalt. Ich habe ja ein bisschen ein zwiespältiges Verhältnis zu diesen Büchern, weil ich mir oft denke, ich könnte doch gleich "richtig" zeichnen, wenn ich schon zu meinen Stiften greife. Aber das Ausmalen ist halt doch deutlich entspannter und ich habe dann nicht so mit meiner Angst vor dem leeren Papier zu kämpfen. Und man kann darin auch ganz gut Farbverläufe und Schattierungen üben.


Ich habe dann auch noch ein bisschen in Katzentisch weitergelesen. Das Buch, das von der Seereise eines Jungen von Sri Lanka nach England berichtet, gefällt mir zwar gut, aber es ist auch ein Buch, das ich immer nur in kleinen Portionen lese. Die Handlung plätschert so episodenhaft vor sich hin, dass sie mich einfach nicht über einen längeren Zeitraum fesseln kann, obwohl ich den Roman nicht langweilige finde. Aber es gibt einfach Bücher, die für lange Lesestunden geeignet sind und andere, die es nicht so sehr sind.
Nun werde ich erst einmal einige E-Mails beantworten und bei euch auf den Blogs vorbeischauen und danach lese ich vielleicht noch ein bisschen weiter.